Die Beobachtergruppe ist eine an das Deutsche Museum angegliederte Vereinigung von Ehrenamtlichen, die das Deutsche Museum im Bereich Astronomie unterstützen.
Wegen Bauarbeiten finden derzeit keine öffentlichen Beobachtungsabende in der Oststernwarte statt. Die Beobachtergruppe bietet aber Vorträge und Planetenweg-Führungen an und ist gerade mit dem Bau eines mobilen Teleskops beschäftigt, um baldmöglichst wieder Beobachtungsabende durchzuführen.

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Verlängert bis vsl. Ende Oktober 2026!
Fotoausstellung "Nächtliche Welten" – Sonderausstellung mit Astrofotos von den Mitgliedern der Beobachtergruppe Sternwarte Deutsches Museum
Die Höhepunkte der vergangenen Chargen (1 bis 4) gibt es hier zu sehen.

Diese Aufnahme zeigt die enge Konjunktion von Mars und Uranus am Morgen des 4. Juli 2026 tief über dem östlichen Horizont im Sternbild Taurus. Zum Beobachtungszeitpunkt standen die beiden Planeten nur 0,16° am Himmel voneinander entfernt. Der leuchtschwache Stern unterhalb von Uranus ist HIP19146 und der helle Stern unten im Bild ist 43 Tau. Diese Konjunktion bot eine ideale Gelegenheit, Uranus leicht mit einem Feldstecher am Himmel aufzuspüren, da der helle Mars als Bezugspunkt bei der Beobachtung genutzt werden konnte. Obwohl die beiden Planeten am Himmel sehr nahe beieinanderstanden, trennten sie in Wirklichkeit Millionen Kilometer voneinander. Zum Beobachtungszeitpunkt trennten Mars und Erde etwa 2,1 AE. Uranus dagegen war ca. 10-mal weiter von der Erde entfernt. Selbst das Schnellste, was es im Universum gibt, das Licht, benötigt zum Durchlaufen solcher Distanzen eine ganze Weile. Während der Beobachtung waren es etwa 17,5 Minuten bis zum Mars und fast 3 Stunden bis zum Uranus.
Foto: Dr. Markus Mugrauer

Am Abend des 17. Juli 2026 begegnete die Mondsichel unserem inneren Nachbarplaneten, der Venus. Tief über dem westlichen Abendhimmel zogen später Wolken auf, hinter denen zunächst der Mond verschwand.
Foto: Markus Dähne

Die Strudelgalaxie, im Sternbild Jagdhunde, aufgenommen im sichtbaren Spektralbereich. Diese Galaxie steht etwa 24 Mio. Lichtjahre von der Erde entfernt und ist damit eine der nächstgelegenen Galaxien mit einem aktiven supermassereichen Schwarzen Loch in ihrem Zentrum. Entdeckt wurde die Galaxie im 18. Jahrhundert von Charles Messier, der sie als 51. Objekt in seinen berühmten Katalog nebulöser Objekte aufnahm. An Messier 51 wurde auch erstmals die Spiralstruktur von Galaxien erkannt. Diese Entdeckung gelang 1845 William Parsons durch visuelle Beobachtungen am damals mit einem Durchmesser von 1,8 Metern größten Teleskop der Welt, dem Leviathan von Parsonstown. Messier 51 steht in Gezeitenwechselwirkung mit der irregulären Galaxie NGC 5195, die im Bild oben zu erkennen ist. Die Interaktion der beiden Sternenozeane verursacht eine extrem hohe Sternentstehungsrate, die auch die hohe Supernovarate in der Strudelgalaxie erklärt. Innerhalb von nur 17 Jahren konnten in der Galaxie drei Supernovae beobachtet werden (SN 1994I, SN 2005cs und SN 2011dh).
Foto: Dr. Markus Mugrauer

Die Galaxie NGC4565 ist eine Spiralgalaxie, die wir fast exakt 'von der Seite' sehen. Sie steht im Sternbild Haar der Berenike, in einer Entfernung von ca. 40 Millionen Lichtjahren.
Teleskop: 235/2350mm-Schmidt-Cassegrain (bei 1480mm) / Kamera: ZWO ASI 294MC
Foto: Markus Dähne

Der hellste Kugelsternhaufen des nördlichen Sternhimmels, Messier 13, im Sternbild Herkules. Dieser Sternhaufen wurde 1714 von Edmond Halley entdeckt und schließlich 1764 von Charles Messier in seinen berühmten Katalog von Deep-Sky-Objekten aufgenommen. Messier 13 steht ca. 25000 LJ von der Erde entfernt, misst in etwa 150 LJ im Durchmesser und enthält weit mehr als 100000 Sterne. Kugelsternhaufen wie Messier 13 befinden sich im Halo der Milchstraße und umkreisen diese auf weiten, oft recht elliptischen Umlaufbahnen. Anders als offene Sternhaufen sind Kugelsternhaufen uralt, fast so alt wie die Milchstraße selbst, also mehr als 10 Milliarden Jahre. Das erklärt auch, warum sie nur massearme und zudem sehr metallarme Sterne (weniger als 10 % der Metallizität der Sonne) enthalten. Sie sind ein Relikt aus der Entstehungsphase der Galaxien. In der Kosmologie spielen Kugelhaufen als Standardkerzen eine wichtige Rolle, da man mit ihnen die Abstände von Galaxien bestimmen kann. Am 16. November 1974 wurde mit dem Arecibo-Teleskop in Puerto Rico, dem damals größten Radioteleskop der Welt, eine Radiobotschaft an mögliche Außerirdische in Richtung dieses Kugelsternhaufens gesendet.
Foto: Dr. Markus Mugrauer
