
Die großen Monde des Eisriesen Uranus, aufgenommen in 4 aufeinanderfolgenden Nächten Anfang März 2026. Der Vergleich der Bilder zeigt deutlich die Bahnbewegung der Monde. Der innerste Mond Ariel benötigt 2.5 Tage, Umbriel schon 4.1 Tage, Titania 8.7 Tage und der äußerste Mond Oberon schließlich 13.5 Tage für einen Umlauf um den Eisriesen. Aus der Vermessung der Größe der Umlaufbahn der Monde und der Bestimmung ihrer Umlaufzeit um Uranus kann die Masse des Planeten bestimmt werden. Diese Messung ergibt, dass der Eisriese ca. 14.5-mal so massereich ist wie unsere Erde. Uranus selbst erscheint in den Aufnahmen nur als kleines Scheibchen mit einem Winkeldurchmesser von nur ca. 3.6 Bogensekunden. Mit dem bekannten Abstand des Planeten zum Beobachtungszeitpunkt kann daraus noch der Durchmesser des Eisriesen bestimmt werden. Die Messung ergibt ca. 50500 km. Aus Masse und Durchmesser des Planeten folgt schließlich seine mittlere Dichte, die ca. 1.3 g/cm³ beträgt, was nur 23% der Dichte unseres Planeten entspricht. Aus Masse und Radius folgt auch die innere Struktur des Planeten, der deshalb auch als Eisriese bezeichnet wird.
Fotos: Dr. Markus Mugrauer
Datum: 12.03.2026 / Dr. Markus Mugrauer
Der zweite bisher entdeckte interstellare Komet 3I/ATLAS ist aktuell am Abendhimmel zu beobachten. Der Komet besitzt den höchst exzentrischen Orbit, der je bei einem Objekt im Sonnensystem beobachtet wurde. Auf seiner stark hyperbolischen Bahn (e=6.1) entfernt sich 3I/ATLAS aktuell von der Sonne, ist aber immer noch sehr aktiv, was seine Beobachtung selbst mit Amateurteleskopen am Himmel ermöglicht.

Foto: Dr. Markus Mugrauer
Datum: 21.02.2026 / Dr. Markus Mugrauer
Der rote Überriese M31-2014-DS1 im Andromedanebel ist verschwunden, ohne dass sich eine Supernovaexplosion ereignet hat. Diese Entdeckung unterstützt die Theorie, dass ein erheblicher Anteil massereicher Sterne nicht in einer Kernkollaps-Supernova explodiert, sondern direkt zu einem Schwarzen Loch kollabiert. Dies könnte Teil der Lösung für das Rätsel der „fehlenden Supernovae“ sein. Es besteht darin, dass weniger Supernovae beobachtet werden, als theoretisch mit Modellen zur Sternentwicklung vorhergesagt werden.

Der große Andromedanebel (Messier 31) mit seinen Spiralarmen, bläulich schimmernden Sternhaufen und seinen beiden Begleitgalaxien Messier 32 (unten) und Messier 110 (oben). Der links gezeigte Detailbildausschnitt unserer Nachbargalaxie zeigt mit einem gepunkteten Kreis die erwartete Position des roten Überriesen M31-2014-DS1, der ohne Supernovaexplosion einfach verschwunden ist.
Fotos: Dr. Markus Mugrauer
Datum: 15.02.2026 / Dr. Markus Mugrauer
Der Komet 240P (NEAT) und sein Begleiter 240P-B sind aktuell am Abendhimmel zu beobachten. Zerbrechen Kometen, lösen sich die Fragmente typischerweise rasch auf. Dies ist bei 240P bisher nicht der Fall und so kann man (selbst mit Amateurteleskopen) einen Binärkometen am Himmel beobachten.

Foto: Dr. Markus Mugrauer
Datum: 19.01.2026 / Markus Dähne
Starke Sonnenaktivität sorgte am Abend des 19. Januar für eindrucksvolle Polarlichter. Der Himmel schimmerte in nördlicher Richtung schwach rötlich, am überraschendsten aber waren sehr helle grünliche Bänder, die sekündlich ihre Form veränderten.



Aufnahmeort: Unterhaching / Kamera: Canon EOS 6Da + Sigma 35mm f/1.4 Art
Fotos: M. Dähne

Zeitliche Variabilität der intensiv grünlich leuchtenden Polarlichter hoch über dem Horizont innerhalb einer Zeitspanne von nur einer Minute, aufgenommen mit der Kamera eines Samsung-A54-Mobiltelefons.
Fotos: Dr. Markus Mugrauer